ich wollte euch mal fragen, ob ihr von euren Therapeuten schon mal unter Druck gesetzt worden seid ... ???
Also, mir ist das jetzt schon zwei mal passiert. Das eine Mal hat sie mir gesagt, dass sie mich aus der Klinik rausschmeißt, wenn ich die nächsten Tagen wieder zu spät komme, dann hat sie sich darüber aufgeregt, dass ich nur einen kleinen Dienst verrichte, während andere Mitpatienten vielmehr leisten und dann hat sie sich noch über ein paar andere Dinge übel ausgelassen. Jedenfalls war seitdem Zeitpunkt mein Vertrauen in die Therapeutin ganz dahin gewesen ...
Zuvor war das Vertrauen in ihr schon nicht das Beste gewesen ... In dem Gespräch war sie richtig am Wüten gewesen und hat mich in einer Sache ziemlich verletzt, ich habe die ganze Zeit über die Welt nicht mehr verstanden ... Ich meine, ich habe verdammt nochmal Probleme mit dem Antrieb, komme morgens nur schwer aus dem Bett und habe auch schon in der Klinik öfter von meinem Antriebsmangel gesprochen und dass ich deswegen auch so kaum was auf die Reihe bekomme, nur ist das Personal nicht auf meinen Antriebsmangel eingegangen ... ?!?
Später hat sie mir dann gesagt, dass das ein Teil der Therapie gewesen war,
mich mal so unter Druck zu setzen und das mit dem pünktlich kommen hätte dann
ja auch geklappt - ja mein Gott, ich hatte eben Angst gehabt, aus der Klinik geschmissen zu werden - und so eine heftige Kritik zu üben, aber das ist doch keine Art, nicht, oder bin ich einfach nur zu empfindlich ... ???
Was meint ihr dazu ? Ich fand ihr Verhalten absolut unangebracht und verletztend ... ?!?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Cinderella: 13.05.2008 21:54.
meine jetztige Thera hat mich nur mal gewichtsmässig unter Druck gesetzt..sie meinte, ab einem bestimmten BMI macht sie keine Therapie mehr. Das war auch erstmal ein Schlag ins Gesicht, aber ich habe nachher schon verstanden warum...
In der Tagesklinik hat man mir auch gesagt, wenn ich nochmal fehle, fliege ich raus.
Manchmal sind solche Druckmittel nötig..aber ich denke, es kommt immer darauf an, wie sie einem vermittelt werden. Ich finde es nicht ok, wenn man richtig zur Schnecke gemacht wird. Besser wäre es doch, zu sagen, was man nicht gut findet und dann mit dem Patienten gemeinsam daran zu arbeiten, damit dieser das auch umsetzen kann!
Grade bei Bordis, die ja Grenzgänger sind, ist es wichtig in der Therapie Grenzen zu setzen und auch mal zu sagen: so gehts nicht, das und das MUß jetzt anders werden!!!
Beim BMI sieht das ganz anders aus, weil man ab einem bestimmten BMI beschränkt therapiefähig ist und ab einem noch niedrigeren gar nicht mehr therapierbar @Sidharta
GErade in Kliniken ist es wichtig, Regeln einzuhalten, weil die Therapeuten dann daran auch erkennen können, wie ernst man die Therapie nimmt, ob man bereit ist etwas zu ändern. Da ist leider oftmals Druck die Konsequenz. nicht umsonst müssen viele auch Suizidverträge, Alkoholverträge etc unterschreiben.
Mich hat das in Kliniken immer unheimlich genervt, weil ich mich bevormundet fühlte, mensch, ich bin über 20, wenns nicht geht, was soll ich machen? Aber wo soll mans lernen, wenn nicht in ner Therapie?
Zu Hause muß man schließlich auch zusehen, das man klar kommt und bei der Arbeit kann man auch nicht zu spät kommen. Daher diese Druckmittel.
Was ich ganz kritisch finde ist das fehlende VErtrauen, da muß eine Lösung gefunden werden, weil sonst eine Blockade entsteht, wo man einfach auch nicht mehr von der Person therapiert werden möchte...
@Kaori: Ja, das weiss ich, hab es ja auch eingesehen...was mich da erstmal umgehauen hat, dass es ein hoher BMI war...also nicht wirklich im ungesunden Bereich..aber egal, es ist ja jetzt geklärt..