Meine Therapeutin hat die Therapie beendet, weil ich ihr einfach zu nahe gehe. Und das schon nach ungefähr 7 bis 8 Terminen. Ich bin natürlich tottraurig gewesen und kam natürlich erst mal zwei Nächte auf die Geschlossene, weil ich suizidal war. Aber inzwischen sehe ich ein, dass sie es nicht wert ist, sich wegen ihr umzubringen. Nächste Woche bekomme ich eine neue Psychiaterin und mit der soll ich dann mein Glück versuchen. Aber ich suche mir auf eigenem Wege eine ambulante Therapeutin, von der ich mir dann erhoffe, dass sie mich nicht einfach verläßt. Wurdet Ihr auch schon mal von Eueren Therapeuten verlassen? Das ist ein schreckliches Gefühl. Ich möchte das am liebsten nie wieder erleben. Man lässt einen Menschen so nahe an sich heran und dann tritt er einen mit Füßen. Das tat dem inneren Kind so schrecklich weh und ich bin immer noch damit beschäftigt, es zu trösten. Meine Bezugsbetreuerung hat ab Montag Urlaub für 2 1/2 Wochen. Das macht mir auch noch zu schaffen. Aber da werde ich schon durchkommen.
ich kann verstehen, dass dich das umgehauen hat.
Hattest du ja auch schon geschrieben. Du hast wirklich mein Mitgefühl.
Ich musste bei meinem Therapeuten auch die Therapie beenden, ich musste, weils aus bestimmten Gründen nicht mehr ging, das ist für mich nach fast 4 Monaten immer noch total hart.
Aber wenn man vor die Tür gesetzt wird ist das noch ne Nummer härter glaub ich, aber das Gefühl des Verlassen werdens ist immer da.
Du solltest gut für dich sorgen und dir ein neues soziales Netz aufbauen.
es ist natürlich nicht leicht für dich jetzt. Aber es wird jemand anderes geben der dir helfen wird. Ich weiß, das ist leicht gesagt. Versuche dich nicht so auf deine Thera zu fixieren.
Ich finde es aber gut dass deine Thera so ehrlich ist und dir den wahren Grund nennt. Therapeuten lernen in ihrer Ausbildung die "Schicksale" der Patienten nicht so nahe an sich ran zu lassen, vermute ich jetzt mal. Von daher...
Ich war 1 1/2 Jahre bei meiner Thera und jetzt ist alles vorbei. Wegen ähnlichen Gründen wie bei dir. Es hat mir auch wahnsinnig weh getan. Aber es braucht auch alles seine Zeit.
Ich will den Mund nicht zu voll nehmen. Ich wünsche dir eine Therapeutin die "professioneller" ist.
Ich kann dich auf jeden Fall verstehen. Da weiß man gar nicht was man von so einer Aussage halten soll...
das gefühl ist inzwischen nur noch manchmal schlimm,wenn mein inneres kind traurig wird und weeint.....ich weiß dann nie so recht was ich tun soll.danke für eure tröstenden worte!
Ich hab inzwischen eine neue Thera gefunden. Allerdings ist es immer fast eine Stunde Fahrtweg dorthin - eine Strecke. Aber das nehme ich gerne auf mich, weil ich jetzt endlich richtig Therapie machen kann, was ich schon seit 6 Jahren nicht mehr konnte. Denn ich war ja in der Zwischenzeit nur bei Psychiatern. In der Institutsambulanz bin ich ganz rausgeflogen, weil die gesagt haben, ich bin zu krank und sie sind alle überfordert mit mir. Wenn die neue Thera das auch macht, suche ich mir gar keine Therapeutin mehr für eine Weile. Ich hab keine Lust mehr, dauernd verletzt zu werden. Sicherlich versteht Ihr das, oder?
ich drücke dir mit der neuen Therapeutin die Daumen, hoffentlich klappt es diesmal besser. Wie ist denn dein Gefühl, weiß sie, wie die anderen mit dir umgegangen sind?
Hi,
schön, dass du eine Therapeutin gefunden hast, die es mit dir versuchen will.
Wenn aber schon das Institut zu dir sagt du bist zu krank für eine erfolgreiche Thera, solltest du vielleicht daran denken eine stationäre Therapie ins Auge zu fassen.
Meine Tochter macht gerade eine seit 5 Monaten und es wird voraussichtlich noch 3 Monate dauern, hat sie gestern zu mir gesagt.
Ich habe den Eindruck, es geht ihr in der Klinik wirklich viel besser als zu Hause.
Sie hat sich seit 3 Monaten nicht mehr geschnitten und soll anschließend in betreutes Einzelwohnen.
Überlegs dir mal.
mfg
elias
Ja, die neue Thera ist wirklich nett und scheint mich besser zu verstehen, als die anderen. Wurde ja auch mal Zeit, dass ich endlich ne nette Therapeutin und ne kompetente vor allem finde, denn die letzten Jahre war ich nur bei Psychiaterinnen. In die Klinik will ich nicht wieder, denn ich denke eine stationäre Therapie würde mir zur Zeit nichts bringen. Das habe ich alles schon durchgesprochen mit mehreren Leuten, die mich gut kennen und sie haben alle davon abgeraten. Und das bestimmt nicht ohne Grund. Ich brauche einfach mein gewohntes Umfeld, in das ich mich immer zurück ziehen kann.